• Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor)
  • Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae)
  • Begleitflora in einer Phazelia-Vermehrungsfläche
  • Gammaeule (Autographa gamma)
  • Hellerkraut-Erdrauch-Gesellschaft
  • Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis)
  • Distelfalter (Vanessa cardui)
  • Blühstreifen mit Dominanz der Sonnenblume
  • Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)
  • Körnchen-Steinbrech (Saxifraga granulata)
  • Mohnkultur
  • Beerenwanze (Dolycoris baccarum)
  • Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)
  • Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
  • Wespenspinne (Argiope bruennichi)
  • Blumenfeld
  • Kornblumen im Gerstenfeld
  • Feldwespe
  • Korn-Flockenblume (Cyanus segetum)
  • Blütenbesucher an einer Sonnenblume
  • Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas)
  • Feuchtbrache
  • Phazelia-Vermehrungsfläche
  • Ackerrandstreifen mit artenreicher Segetalflora

Kulturlandschaft einmal anders

Beobachtungen in Ackerrandstreifen, Schnittblumenfeldern, Grünbrachen und Blühflächen

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Kulturlandschaft einmal anders – Beobachtungen in Ackerrandstreifen, Schnittblumenfeldern, Grünbrachen und Blühflächen

Inhalt

Landwirtschaftlichen Nutzflächen, darunter Äcker, gehören zu den Ökosystemen, die mit am stärksten durch den Menschen geprägt sind. Mehrheitlich sind es überwiegend mit Monokulturen bestellte Flächen, denen alljährlich mit der Ernte ein nicht unerheblicher Teil an Stoffen entzogen wird, der durch Dünger wieder zugeführt werden muss. Hinzu kommen der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, um Schädlingsbefall zu vermeiden oder zu bekämpfen und ertragsmindernde Bodenvegetation zu beseitigen. Die Idealvorstellung vieler, die sich in Form buntblühender Äcker mit Kornblumen, Rittersporn und Mohn mit dem Lebensraum Acker verbindet, scheint vergangenen Zeiten anzugehören. Somit stellt sich die Frage, wie es aktuell mit der Segetalflora in unserer Agrarlandschaft bestellt ist?

Meistens erkennt man die Blumenfelder an den rot-gelben Schildern beim Vorbeifahren. Am Rand des Ackers stehen Infotafeln mit den Preisen pro Blüte, teilweise auch Hinweise zum Frischhalten der Schnittblumen (mehrheitlich Garten-Gladiole, Gewöhnliche Sonnenblume, Garten-Dahlie; seltener Tulpe, Lilie, Chrysantheme) und eine Kasse des Vertrauens. Das in diesen Kulturen aber eine artenreiche Beikrautflora vorkommt, die auch viele naturschutzfachlich bedeutsame Arten enthält, offenbart sich erst bei genauerer Untersuchung.

Die Bewirtschaftung ökologischer Vorrangflächen, darunter Grünbrachen, wird durch den Gesetzgeber finanziell gefördert. Somit bilden diese Standorte oft über viele Jahre einen Puffer zwischen angrenzenden, meist intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen. Meist liegen die Grünbrachen an Standorten, die mit der Landtechnik nur schwer zugänglich sind. Auch hier lohnt sich aus ökologischer Sicht ein Blick auf die floristisch-vegetationskundliche Ausstattung dieser Flächen.

Von der  Gewöhnlichen Sonnenblume dominierte Blühstreifen und Blühflächen fallen in der Landschaft weithin auf. Oft werden die  ein- und mehrjährigen Blühflächen im Rahmen von aktuell geförderten Agrar- und Umweltmaßnahmen angelegt. Schaut man etwas genauer in diese Flächen, wird deutlich, dass der Grundstock der Flora meist aus den gleichen Arten Gräsern, Zwischenfrüchten, ein- und mehrjährigen Leguminosen und Wildfutterpflanzen besteht, die mit den Saatgutmischungen ausgebracht werden. Hinzu gesellen sich je nach Standortbedingungen ± zahlreiche Gräser und Kräuter, die in den Kulturen spontan auflaufen. Ebenfalls markant sind in der Landschaft ± ausgedehnte Flächen zur Saatgutvermehrung, auf denen Rainfarn-Phazelie die dominante Kulturart ist. Auch in den Phazelia-Saatgutvermehrungsflächen findet sich eine artenreiche Beikrautflora, die mitunter so konkurrenzstark ist, dass sie die eigentliche Zielart stark dezimieren kann. Interessant ist die Frage, wie effektiv diese Flächen für den Artenschutz sind?

Informationen

Dauer: 90 Minuten

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